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Biblische Seelsorge

Vielen von euch ist seit einiger Zeit bekannt, dass wir auf Gottes Weisung gewartet haben um nach Deutschland zu ziehen. Wir wollen unser uns im Bereich der Biblischen Seelsorge einbringen und die Ortsgemeinde unterstützen. Einige von euch haben aber vielleicht Fragen zur Biblischen Seelsorge, was sie ist, warum sie notwendig ist, und wie sie sich von anderen Therapien bzw. Beratungsansätzen unterscheidet. Obwohl hier nicht alle diese Fragen beantwortet werden können, hoffen wir, dass dir diese Einführung hilft.

Es haben schon viele Leute versucht die Biblische Seelsorge in Kürze zu definieren. Letztendlich haben all diese Versuche Folgendes gemeinsam: Jesus Christus (der Sohn Gottes) und die Bibel (das Wort Gottes) müssen im Mittelpunkt dessen stehen, was es bedeutet, das Leben der Menschen zu verändern; Ohne diese beiden primären Dinge ist keine wirkliche, dauerhafte Veränderung möglich, und mit Sicherheit nicht die Art der Veränderung, die die Ehre Gottes im Blick hat. Menschen, die sich in Biblischer Seelsorge einbringen, versuchen, diese Elemente zu bewahren, während sie sich um die verletzten Menschen in ihrer Umgebung kümmern. Ihr Ziel ist eine ganzheitliche Sicht des Lebens, die sich von Gottes Weisheit ernährt und die jeder Situation mit praktischen Schritten entgegenkommt, egal was das Leben bringt.

Als Familie wollen wir uns für die Erweiterung des Verständnisses und der Anwendung der Biblischen Seelsorge in der Ortsgemeinde in Deutschland einsetzen.

Wenn Du mehr über die theologischen Grundlagen der Biblischen Seelsorge erfahren möchtest, besuche bitte eine der folgenden Organisationen, um mehr zu erfahren - dies sind Organisationen, mit denen wir uns in Bezug auf die Biblische Seelsorge identifizieren.

The Biblical Counseling Coalition (Englisch)

Netzwerk Biblische Seelsorge (Deutsch)

Intensivseelsorge

Die Biblische Seelsorge in heutige Form hat ihre Wurzeln in den USA der 70er Jahre. Schon von Anfang an ist Biblische Seelsorge in vieler Hinsicht dem Modell nicht-Christlicher Therapie/Beratung gefolgt. Diese Seelsorgerlichen Ansätze gaben den ersten Anwendern der biblischen Seelsorge gewisse Strukturen, die sich gut umsetzen ließen. Es war eine gute und praktische Vorgehensweise für die Betreuung von Menschen mit Problemen. Pastoren, und später auch speziell zugerüstete biblische Seelsorger, fingen damit an, sich regelmäßig mit Menschen zu treffen, um ihnen mit ihren Problemen zu helfen. Diese Treffen fanden oft wöchentlich statt und dauerten jeweils etwa eine Stunde. Dieses Modell funktionierte ganz gut und wurde später auch für kleinere Ortsgemeinden zugänglich, als sich Gemeindemitglieder zu Seelsorgern zurüsten ließen, um die diese Art der Fürsorge auf ehrenamtlicher Basis durch zu führen.


Während sich in den letzten vier Jahrzehnten einiges verändert hat, ist vieles auch gleich geblieben. Deshalb beschlossen im Jahr 2004 ein paar Männer einem anderen Ansatz zu folgen. Nachdem sie sich in ihrer Ortsgemeinde um viele Personen gekümmert hatten, begannen diese Männer zu erkennen, dass es eine dringende Notwendigkeit gab, mehr Zeit mit den Menschen zu verbringen, die Hilfe brauchen. Anstatt sich wöchentlich für eine Stunde zu treffen, beschlossen diese Männer, einen Dienst zu gründen, der es den Menschen letztendlich ermöglichen würde, für ein bis drei Tage zu einer seelsorgerlichen Beratung zu kommen; so wurde Twelve Stones geboren.
 

Die Schlüsselidee hinter diesem neuen Dienst war, dass eine andere Art des Engagements nötig war, um eine katalytische Veränderung hervorzurufen. Die Bibel besagt klar, dass die Ratschlüsse eines Menschen, die in seinem Herzen versteckt sind, durch einen verständigen Menschen erkannt werden können (siehe Sprüche 20,5). Es wurde diesen zwei Männern klar, dass 60 Minuten oft leider nicht genug Zeit war, um diese Ratschlüsse zu erkennen und Menschen die Fürsorge zu schenken die nötig war. Deshalb ist der Dienst den Twelve Stones tut durchschnittlich eine Angelegenheit, die normalerweise zweieinhalb Tage dauert. Das bedeutet, dass die Seelsorger bei Twelve Stones im Schnitt, je nach Komplexität, 16-20 Stunden in der Seelsorge mit den Ratsuchenden verbringen.

 

Die Ziele in diesem Ansatz der biblischen Seelsorge sind wie folgt:
1. Der ratsuchenden Person genügend Zeit zu geben, ihre Lebensgeschichte zu erzählen und auch verstanden zu werden, da viele Menschen leider die Erfahrung gemacht haben, dass niemand ihnen wirklich zu hört und sie versteht.
2. Sorgfältig und unter Anleitung des Geistes Gottes die Ratschlüsse, Motive und Wünsche aus dem Herzen des Ratsuchenden zu bergen.
3. Der ratsuchenden Person ihre eigenen Denk- und Verhaltensmuster auf zu zeigen und ihnen durch Hilfe der Bibel verstehen zu helfen, wie Gott über all diese Dinge denkt.
4. Mit Feingefühl und Geduld biblisch treue Ratschlüsse auf zu zeigen, und ihnen praktische Schritte in Richtung Lebensveränderung mit zu geben.
5. Einen detaillierten Aktionsplan erstellen der zusammen mit
6. dem/den Advokaten des Ratsuchenden abgearbeitet wird.

 

Immer wieder haben die Ratsuchenden, die an dieser Intensivseelsorge teilgenommen haben, berichtet, dass dort, wo wöchentliche Seelsorgegespräche nicht zu einer Veränderung führten, diese Ansatz zur Veränderung geführt hat.
 

Durch die Intensivseelsorge bei Twelve Stones wurde ihr Leben radikal verändert. Gott benutzt schon seit Jahren diesen Dienst als Werkzeug, um Menschen Hoffnung und Heilung zu schenken. Er schenkt diesen Menschen Einsicht in praktische Ansätze, um im täglichen Leben mit Problemen umgehen zu können. Es ist den Mitarbeitern bei Twelve Stones und auch den Ratsuchenden klar, dass diese Veränderung nur durch den Herrn Jesus Christus kommen kann.
 

Es ist wichtig, zu wissen, dass die Art der Betreuung in der biblischen Seelsorge nicht nur dann Sinn macht wenn jemand zweieinhalb Tage in der Seelsorge sitzt. Es ist nicht so, als wenn nur dieser Ansatz wirklich Veränderung bringt. Wichtig ist: „traditionelle“ biblische Seelsorge kann leider oft komplexere, langwierigere, oder krisenhafte Probleme nicht mit der gleichen Effektivität begegnen wie die Intensivseelsorge. Aber, für die Arbeit die Gott der Ortsgemeinde auferlegt hat, sind beide Ansätze wichtig.
 

Nun kommt vielleicht die Frage auf: „Was hat all das mit der Familie Grüning zu tun?“ Die Antwort ist einfach. Dennis hatte in den letzten drei Jahren das Privileg bei Twelve Stones zu arbeiten. Er ist begeistert die Möglichkeit zu haben, diese Art tiefgehender Seelsorge in Deutschland leisten zu können. Obwohl es dafür vielleicht Zeit und Geduld braucht, bis dieser Ansatz angenommen wird, freuen wir uns als Familie darauf eine solche Arbeit in Deutschland auf zu bauen. Wir wissen, dass die Felder reif sind zur Ernte. Wir sehen, dass die Kinder Gottes selbst einen großen Bedarf an Zurechtweisung, Zurüstung, Ermutigung und bibeltreuer, liebevoller Fürsorge haben.

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